Freie Reformierte Kirche
Universal Life Church

Auslegungen



Wenn die Hirten versagen / Hesekiel 34; 10


Christen können nicht unbekümmert die moderne Gesellschaft anklagen.
Sie können auch nicht in Schärfe die verbreitete Kälte und Herzlosigkeit anprangern.
Das Wort Gottes schnürt ihnen den Hals zu.
Seitdem Menschen auf dieser Erde leben, fragt Gott, der Herr uns nach unserer Verantwortung.
Er macht uns für die Schäden der Zeit haftbar.
Soll ich vielleicht meines Bruders Hüter sein ?
So versuchte der erste, der an seinem Bruder schuldig wurde,
sich aus seiner Verantwortung zu stehlen.
Aber Gott lässt keinen los !
Er ist der Anwalt der Stummen, der Geängstigten, der Schwachen, der Verzweifelten.
Was kann ich denn schon machen ? Sagt man rasch.
Aber der Herr lässt diese Ausrede nicht zu.
Alle Menschen sind seine Schafe.
Auch wenn wir sie vergessen, hat er sie doch nicht vergessen.
Gottes Gericht fängt zuerst an seinem Haus an.
Es kann keinen im Volk Gottes geben, den dieses unheimliche Wehe,
nicht als Gottes gezielte Anklage trifft.
Was haben wir den versäumt ?
Die von Gott eingesetzten Hirten weiden sich selbst.
Sie kümmern sich um ihre Ängste, um ihre Sorgen und um ihren Glauben.
Und sie haben kein Empfinden dafür, wie von Gott geliebte Menschen
sinnlos und leer durch die Welt irren.
Muss man das Bild noch ausmalen, wie Schafe über karge Berghügel irren
und nach dürren Grasbüscheln Ausschau halten ?
Das ist Christen häufig unbewusst, wie Menschen ohne Gott verzweifelt zu Grunde gehen.
Und das kann geschehen, das Gott seine Gemeinde auflöst,
die das Hirtenamt für die Welt vergisst.


Wir haften mit / Hesekiel 33; 1-9


Wenn wir Schweigen, zusehen, und gwähren lassen, so machen wir uns mit schuldig.
Wir Christen können uns aus der Verantwortung für unsere Welt nicht heraus stehlen.
Man spricht in der heutigen Zeit viel von Toleranz und lässt jedem die Freiheit,
so zu leben wie er will.
Das hat viel Gutes für sich.
Doch wenn der Weg unserer Mitmenschen in der Welt ins Unrecht und ins Unglück führt,
müssen wir sie warnen.
Jeder von uns trägt als Christ große Verantwortung für seine Familie und alle Freunde,
aber auch für den Staat und für die Öffentlichkeit.
Gott will nicht verderben, sondern retten !
Darum ist unser Schweigen verhängnisvoll.
So können die, welche auf Abwegen sind, nichts von der Chance der Umkehr erfahren.
Es kann nicht unsere Berufung sein, andere abzukanzeln oder zu verurteilen.
Unsere Berufung ist es, das wir sie vor den negativen Folgen ihres falschen Weges warnen.
Das gebietet die Liebe !
Unrecht muss als Unrecht, und Unwahrhaftigkeit als Unwahrhaftigkeit angesprochen werden.
Wo wir das versäumen, wird Gott uns zur Rechenschaft ziehen.
In der Gemeinde Jesu sollten wir wieder den Mut haben zu warnen,
auch auf die Gefahr hin unpopulär zu sein.
Wie direkt sprach Jesus Fromme und Gottlose auf ihre Sünden an.
Gerade weil Gott vergeben und vergessen will, muss Falsches und Böses
in seinem Licht bereinigt werden.
Wir sollten nicht mit anderen reden, sondern mit denen die auf dem falschen Weg sind.
Das wir selbst oft sündigen, darf uns das klare Wort nicht verschweigen lassen.
Wir haben selbst oft gesündigt, und gerade deshalb dürfen wir nicht schweigen sondern
wir müssen klare Worte sprechen.
Jeder von uns hat einmal am eigenen Leib erfahren, das man mit Jesus noch einmal
ganz von vorne anfangen kann.
Er hat uns unsere Schuld völlig vergeben.
Wollen wir die anderen vor etnhalten ?


Johannes 20; 1-20

Die Frauen waren mutig als sie sich nach der Kreuzigung zu Jesus bekannten,
ganz besonders Maria Magdalena.
Sie machte sich ganz in der Frühe auf, als es noch dunkel war,
um den toten Körper von Jesus einzubalsamieren.
Das sollte ein letzter Liebesdienst sein.
Weningstens die sterbliche Hülle sollte etwas konserviert werden.
Da wurde sie regelrecht vom Auferstandenen überrumpelt.
Sie konnte überhaupt nicht begreifen das Jesus den Tod überwunden hat.
Als sie zum Grab kommt sieht sie das der Stein vom Grab weggerollt war.
Voller Panik und Entsetzen läuft sie zu Simon Petrus und dem Lieblingsjünger Jesu Andreas
und ist ganz aufgeregt und sagt zu ihnen: 
Sie haben den Herrn aus dem Grab weg genommen, und ich weis nicht wo sie ihn hingelegt haben.
Da liefen Petrus und Andreas zum Grab.
Beide liefen sie gleichzeitig los, aber Andreas war schneller als Petrus.
Und als er zum Grab kam ging er nicht hinein, sieht aber nur noch die Leinentücher dort liegen.
Als Petrus dann angekommen ist, sieht er ebenfalls nur noch die Leinentücher dort liegen,
sowie das Schweißtuch, das um den Kopf von Jesus gebunden war, aber es lag nicht bei den
Tüchern sondern zusammengelegt an einem besonderen Ort.
Diese Verlegenheit über die Auferstehung Jesu wirkt in uns bis heute nach.
Maria Magdalena und die Jünger waren bestürzt, erschrocken und entsetzt.
Aber in der heutigen Zeit haben nicht weniger Menschen Schwierigkeiten damit,
das unfassbare Geschehen zu erklären und in ihr Weltbild ein zu ordnen.
Es gefällt dem auferstandenen Jesus auch heute,
seine ratlose und unschlüssige Gemeinde zu überrumpeln.
Mitten in der traurigen Arbeit, die Überreste des Christentums in einer antichristlichen Umwelt
zu konservieren, spricht er als der Lebendige zu uns Menschen.
Es kommt zu großen Aufbrüchen und Erweckungen.
Menschen erkennen Jesus als den Herrn der Welt, dem heute alle Macht im Himmel und auf Erden
gehört, und sie liefern sich ihm ganz aus.
Die Osterbotschaft ist kein besänftigendes Trostwort.
Sie rüttelt auf, ja sie erschreckt.
Man kann sich viel eher mit dem Tod abfinden, und sich damit abfinden das man eines Tages
sterben muss, als das man eines Tages sterben muss, als das man mit dem auferstandenen 
Jesus rechnet.
Er wünscht uns kein: Ruhe sanft !
Nein, er will uns in unserer Traurigkeit aufwecken, das wir im Glauben die Macht des Todes verspotten.
Aber wie sieht es tatsächlich aus ?
In der Bibel steht geschrieben: Sie neigten ihr Angesicht zur Erde.
Die Worte erscheinen ihnen, als wären es Märchen.
Das ist ein Glück, das die Tatsache der Auferstehung Jesu nicht an den Glauben seiner Jünger gebunden ist.
Auch heute bezeugt sich Jesus selbst als unser Herr, und macht aus allen die Zweifeln,
solche Menschen, die an ihn glauben können.


Das größte Amt / Markus 9; 33-37

Die besten Plätze sind in der hinteren Reihe, sagte einmal ein Schulungsteilnehmer zu mir,
als er mit mir den Schulungsraum betrat, und er bemühte sich deshalb um einen 
Platz in der letzten Reihe.

Auch in der Gemeinde Jesu gibt es einen Drang auf die hinteren Plätze 
um nicht gefordert zu werden.
Mit gespielter Demut verdrücken sich die Menschen still in den Hintergrund.
Man kann ja immer auf seine fehlenden Fähigkeiten verweisen und es als anmaßend empfinden,
als ob Gott ausgerechnet durch uns Großes bewirken wollte.

Wer so zu den letzteren gehören will, ist tatsächlich für Jesus unbrauchbar.
Jesus kann keine Leute gebrauchen, die ihre Kraft im Schweißtuch vergraben,
nur wei sie dem Herrn nicht zutrauen, das er mit den Schwachen siegen kann.

Da waren die zwölf Apostel Jesu schon aus einem ganz anderen Holz geschnitzt.
Sie hatten kühnen Glaubensmut.
Sie brannten darauf, im Dienst für Jesus die ersten Pioniere seines Reiches zu sein.

Warum musste sie Jesus dennoch zurechtweisen ?

In ihrem lobenswerten Eifer hatte sich nur ein kleiner falscher Ton eingeschlichen.
Und so wurde das ganze ein schlimmer Missklang.
Es ging ihnen gar nicht allein um Jesus und sein Reich,
sondern eben auch um ihre eigene Anerkennung.

Wo im Dienst für ihn nur eine Spur von dem beigefügt ist, das wir groß herauskommen wollen,
so sind wir für Jesus unbrauchbar.
Darum wehrt sich Jesus mit aller Macht dagegen, sich selbst ins Licht zu setzen.

Das größte geschieht in seinem Dienst woanders.
Die Verlorenen sollen aus ihrer Schuld und Elend gerettet werden.
Es ist ein Vorrecht, an dieser wichtigen Aufgabe überhaupt mitarbeiten zu dürfen.
Da soll keiner Stolz von seine Hingabe und seinem aufopferungsvollen Einsatz reden.

Für Jesus sind die Verlorenen immer wichtiger als die Gerechten.

In dieser großen Rettungsaktion sollen wir uns vordrängen, um vielen Menschen so zu dienen,
so wie Jesus unser Diener wurde.


Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ / 1. Korinther 4; 1-5

Auf einer internationalen Kirchenkonferenz drohte die Aussprache zu scheitern.
Zu verschieden warwen die Meinungen,
die von den Delegierten aus vielen Völkern eingebracht worden sind.
Man war einfach nicht in der Lage eine Verständigung herbei zu führen.
Da stand einer der Delegierten auf und rief laut in die Versammlung hinein:
Lasst uns nicht auf uns schauen, sondern seht auf ihn, unseren Herrn Jesus Christus.
Jetzt trat das Trennende zurück.

Auch in der Gemeinde Jesu, lassen sich Spannungen, die durch menschliche Eigenheiten
bestimmt sind, leider oft nicht vermeiden.

Aber Paulus zeigt uns hier, wie man sie überwinden kann.
Er selbst betrachtet sich als Diener der anderen.
Sich so zu erniedrigen fällt uns und allen anderen schwer.
Dabei ist das Wort das Paulus hier gebraucht, noch demütigender.
Zur Zeit der Römer, bezeichnete man die Ruderer auf den Schiffen
die den niedrigsten Lohn hatten als Unterruderer.
Paulus gebraucht das Wort nicht abwertend oder ehrenrührig.
In der Gemeinde Jesu ist es keine Schande, den niedrigsten Platz einzunehmen.

Es gibt in der Gemeinde Jesu überhaupt keinen unwichtigen Dienst !
Wo wir auch stehen innerhalb der Gemeinde, Jesus will durch uns Heilen,
Retten und alles in Ordnung bringen.
Er hat uns seine Gaben anvertraut, damit wir sie in seinem Namen reichlich anwenden können.

Jeder wird gebraucht !
Gemeindemitglieder können sich nicht damit entschuldigen, das sie eben nur kleine Leute sind.
Denn jeder in der Gemeinde verwaltet einen großen Schatz.
Durch das, was Jesus für uns getan hat, werden Kräfte für ein neues Leben frei,
und damit kann man arbeiten.
Solch ein Verwalter der Gaben Gottes, will Paulus sein.

Keiner braucht einen großen Wirkungskreis !
Die Gemeinde Jesu ist eine Gruppe vieler treu und hart arbeitender Unterruderer.
Jeder bringt seine Gabe ein, die unsere angeborenen Fähigkeiten weit übersteigt.
Wir müssen nur unsere Hände öffnen, das Jesus sie füllen kann.


Mehr als ein Tapetenwechsel / 2. Könige 22; 8-13

Irgendwo brennt es.
Die Feuerwehr kämpft einen fast aussichtslosen Kampf.
Hoch lodern die Flammen aus dem Dachstuhl.
Da sieht man unten im Erdgeschoss noch einige Männer arbeiten.
Das ist doch nicht zu fassen, sagt einer der Feuerwehrmänner !
Sie kleben doch tatsächlich neue Tapeten an die Wände !
Als schließlich ein beherzter Feuerwehrmann ans Fenster klopft winken sie ab.
Wir haben keine Zeit, wir müssen arbeiten.
Der Feuerwehrmann klopft noch einmal wild an das Fenster.
Da dreht sich einer der Arbeiter um und bemerkt: Der ist aber aufdringlich !
Und ein anderer dreht sich um und scherzt: Dem da draußen gefallen wohl die Tapeten nicht !

Wenn Gott zu uns spricht, geht es nicht mehr um einen neuen Anstrich oder eine neue Tapete.
Josia erkannte, als ihm das verschollene Prophetenbuch gebracht wurde,
das man verloren gehen kann.
Und nun begann er um die Rettung seines Volkes und um seine eigene Rettung zu kämpfen.
In einer langen Liste wird in der Bibel festgehalten, was Josia weggeräumt,
zerschlagen oder abgeschafft hat.
Er wollte einen neuen Kurs einschlagen.
Das musste im ganzen Leben des Volkes sichtbar werden.
Und als das alles bereinigt war, feierten sie von neuem das Passafest.
Man erinnerte sich der Vorväter, wie sie vor langer Zeit aus Ägypten ausgezogen waren.
Und Josia verstand dieses Ereignis, weil es ihn aktuell betraf.

Durch die Welt geht das Gericht Gottes.
Der Zorn Gottes liegt wie eine schwere Last über dem Land.
Und dann hat der Hausvater mit dem Blut eines frisch geschlachteten Lammes die Türpfosten
seines Hauses bestrichen, um damit deutlich zu machen,
wie wir alle nur vom Erbarmen Gottes leben.

Diese Umkehr hat uns Jesus gepredigt.
Das Ausräumen und wegschaffen ist nur der eine Teil.
Der andere ist das Annehmen der Vergebung Jesu.
Wie einst die Israeliten die Pfosten ihrer Türen mit dem Blut eines geschlachteten Lammes
bestrichen haben, so soll die Vergebung Jesu unsere Wohnungen und Häuser heiligen
zu neuem Leben.


Der Leib - Tempel des Herrn / 1. Korinther 6; 9-20

Es muss für das Volk Israel ein großartiger Tag gewesen sein,
als unter ihrem König Salomon, der neue Tempel eingeweiht wurde.
In der Bibel steht das aus diesem Anlass 22 000 Schafe und 120 000 Rinder geopfert wurden.
120 Priester bideten des Posaunenchor.
Weil das nicht immer ein Kunstgenuss gewesen sein muss, hielt man in der Chronik fest,
das nicht ein einziger der Posaunenbläser falsch gespielt hat.
Aber der Höhepunkt dieses großen Festes bildete das Weihegebet Salomons.
In diesem Gebet betete er:
Siehe, der Himmel und aller Himmel können dich nicht fassen,
wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe ?
Auch wir können Gott nicht fassen.
Viele haben immer wieder den Versuch gemacht, in Begriffen und Definitionen Gott zu umschreiben.
Die einen nannten ihn das Absolute andere wiederum als das Gute.
Aber das sind alles leere Formeln und nichtssagende Begriffe,
weil Gott sich unserem Zugriff entzieht.
Und doch ist es geschehen das Gott sich von Menschen finden ließ.
Da sind Abraham, Isaak und Jakob die durch seine Nähe geprägt wurden.
Auch im Tempel hat Gott sich finden lassen, durch das Wort seiner Propheten.
Und dann kam Jesus Christus als die leibhaftige Fülle unseres Gottes.
Durch ihn hat er seine Verhüllung abgelegt und sein Erbarmen uns Menschen offenbart.
Doch der Weg geht noch weiter !
Gott beruft sich gefallene Menschen und Sünder, um ihnen eine Wohnung herzurichten.
Unser anfälliger müder, Körper wird zum Tempel des Heiligen Geistes.
Von daher haben wir Christen einen besonderen Umgang mit unserem Körper.
Wir wollen den Heiligen Geist nicht nur im Herzen,
sondern in unserem ganzen Körper wohnen haben.
Wir alle müssen Jesus Christus mit unseren Händen,
mit unseren Füßen und mit unserem Mund verherrlichen.
Denn der Heilige Geist möchte unseren Körper als seinen Tempel reinigen von Grund auf.


Eine völlig neue Geburt / Johannes 3; 1-15


Mit zunehmenden Alter häufen sich die Beschwerden.
Bei manchen pumpt das Herz unregelmäßig.
Beim anderen zittern die Füße oder der Kopf.
Wieder andere haben Schwierigkeiten beim hören, oder der Magen schmerzt.
Die Zähne sind nicht mehr in Ordnung, oder die Haare fallen aus.
Wie viel einfacher ist es bei einem Auto.
Wenn es nicht mehr funktioniert, fährt man in die Werkstatt.
Der Meister dort erklärt was getan werden muss.
Eine neue Hupe wird eingebaut, oder die Zündanlage muss ersetzt werden.
Wenn man so wie ein Auto, auch einen Menschen Generalüberholen könnte !
Nikodemus hat sich als Spezialist in Sachen Religion mit einem menschlichen Schaden befasst,
der tiefer liegt als die Nöte des Leibes.
Er war Seelsorger gescheiterter Menschen, Erzieher und Lehrer der heranwachsenden Jugend.
Dauernd wurde er dabei mit der Macht der Sünde konfrontiert, die Menschen vergiftet.
Da helfen keine kleine Reparaturen.
Der ganze Mensch muss völlig erneuert werden.
Aber wie kann man das machen ?
Selbst wenn man noch einmal sein Leben als Baby beginnen könnte,
wäre der alte Schaden da wie vorher.
Und doch ist eine Wiedergeburt möglich !
Alle, die an Jesus glauben, haben das neue Leben.
So kann der Geist Gottes alle Bereiche unserer Persönlichkeit umgestalten.
Er ist viel stärker als die angeborenen Schwächen und die auf uns eindringenden Versuchungen.
Er kann Fehlentwicklungen stoppen und Totes zum Leben erwecken.
Das Alte ist vergangen.
Alles ist neu geworden.
Nur ein Schritt ist dazu nötig:
Auf Jesus im Glauben zu schauen.
Er ist der Sieger in dem heillosen Ringen mit dem alten Wesen, das von der Sünde verunstaltet ist.
Wer glaubt, hat Anteil an seinem Geist, der Neues schafft.


Freude bringen / Jesaja 40; 1-11


Freude ist ein vorzügliches Mittel zur Evangalisierung der Welt.
Viele Menschen könne nicht mehr lachen.
Es ist ihnen vergangen.
Nun trotten sie eben traurig weiter.
Oder bringen wir ihnen die Freude des Evangeliums ?
Das Lachen des Glaubens ist mehr als ein lustiger Nervenreiz.
Es muss oft genug unter Tränen einstudiert werden.
Man kann es nicht selten nur in Stunden großer Bitterkeit lernen.
Von welcher Freude sollen wir denn reden ?
Um uns her wird blühendes Leben ausgelöscht.
Es verdorrt wie die Blumen auf der Wiese.
Wir haben allein das Wort des Herrn.
Das bleibt ewig.
Das soll mit Vollmacht in eine traurige Welt ninein gerufen werden.
Es redet vom Lommen Gottes, der sich seines Volkes erbarmt.
Diese Freudenbotschaft ist viel mehr als aller vergängliche Besitz, der doch zerfällt.
Manchmal scheint uns dies zu billig zu sein, bloß Worte zu sagen.
Aber es sin keine billigen, sondern ewige Worte, die über alles Sichtbare hinaus gelten.
Die Welt ärgert sich über dieses Trösten Gottes.
Sie will ihre Triumphe mit aller Macht feiern.
Sie will das Leid abschaffen.
Sie fühlt sich stark genug, allen in nächster Zukunft das volle Heil zu verheißen.
Das steht Gottes Gemeinde, die ihre Aufgabe zu trösten ernst nimmt,
mitten in der Auseinandersetzung.
Aller Anfeindungen und allem Spott zum Trotz, soll sie nur mehr bei ihrer Sache bleiben.
Ihr erster und größter Auftrag ist das Trösten.
Darin liegt ja aller Trost und Freude, das Gott selbst heute mächtig zu uns kommt als der gute Hirte,
der sich seiner geschlagenen und zerstruten Herde annimmt.
Er richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Er gibt den Müden Kraft und Stärke genug den Unvermögenden.
Diese Freudenbotschaft müssen alle hören.
Deshalb wollen wir laut rufen und alle Hindernisse aus dem Weg räumen,
die das Offenbar werden seiner Herrlichkeit aufhalten.


Zum Dienst berufen / Jesaja 6; 1-8


Das wirkt fast peinlich, wie der Heilige Gott um Mitarbeiter werben muss.
Hat er etwa Personalprobleme ?
Aber das ist es nicht.
Denn um seinen Thron stehen die Heere der himmlischen Engel, die ihm dienen.
Sie sind viel williger im Dienen, gehorsamer im Tun und reiner als wir Menschen.
Aber warum wirbt dann Gott dennoch um sündige Menschen ?
Nicht selten führt Gottes dauerndes Rufen nach Mitarbeitern zu dem Missverständnis,
als ob er dafür dankbar sein müsste wenn Menschen sich ihm für einige Dienste zu Verfügung stellen.
Aber es ist so, das Gott wirklich keinen Bedarf an unseren Diensten hat.
Wenn er uns haben will, dann liegt darin eine unverdiente Würde.
Wir werden in eine Reihe mit seinen himmlischen Dienern gestellt, die ihm willig folgen.
Auf unser Leben fällt ein Glanz aus seiner ewigen Welt.
Er will unser Wesen heiligen.
Lippen, Gedanken und Sinne, Herz und Hände will er reinigen.
Alle Lande sind seiner Ehre Voll, singen die himmlischen Chöre.
Nur Menschen verweigern Gott die Anbetung.
Darum will er seine Ehre, nun auch in uns sterblichen Menschen wohnen lassen.
Unsere rührseligen Gaben und gequälte Opfer wären da zu wenig.
Was aus einem geteilten Herzen kommt, kann nichts taugen.
Er will, das wir ihn über alles lieben.
Von dem Tag an, wo wir dazu ja sagen, ist alles neu geworden.
Jetzt will Gott uns führen und über uns herrschen.
Über unsere Arbeit und unsere Rede will er sich verherrlichen.
Auch über unserem Familienleben und über unsere Mahlzeiten, über allem,
was wir in seinem Namen tun, will er seine Ehre ausbreiten.
Das ist tatsächlich ein Vorrecht und eine Gnade, ihm unser ganzes Leben lang dienen zu dürfen.
Nur wenn dieser Dienst aus einer großen Freude kommt, 
kann er reichliche Frucht hervorbringen für die Ewigekeit.


Was Liebe vermag / 1. Korinther 13


Die schönsten Geschichten die ich kenne, sind die Liebesgeschichten.
Aber die großartigste Beschreibung der Liebe steht doch in der Heiligen Schrift.
Selten finden Bibelworte überall in der Welt so viel ungeteilte Zustimmung
wie gerade dieser Lobpreis aus dem Mund des Apostel Paulus.
Aber je länger man über diese Worte nachdenkt, um so unbequemer werden sie.
Da klagt ja jedes Wort mich an !
Die Liebe ist langmütig, sagt Paulus.
Ich aber habe oft nicht den langen Arm und das weite Herz.
Die Liebe sucht nicht das ihre, sagt Paulus.
Meine Liebe aber sucht die eigene Erfüllung und wacht eifersüchtig über mein Glück.
Die Liebe rechnet das Böse nicht zu, sagt Paulus.
Ich kann aber das Böse nicht vergessen.
Die Liebe verträgt alles, steht da geschrieben.
Und ich vertrage nur wenig.
Sie duldet alles.
Und ich bin voller Ungeduld.
So leichtfertig kann man sich mit Bibelworten betrügen, als ob wir diese Liebe hätten.
Dabei ist unser Herz oft eng, kalt und voll bitterer Leidenschaften.
Von wem redet Paulus ?
Auch wenn er von der Liebe spricht, dann, ja gerade dann muss er von Jesus reden.
Jesus ist langmütig und freundlich.
Jesus sucht nicht das seine.
Jesus rechnet das Böse nicht zu.
Jesus erträgt alles.
Jesus erduldet alles.
Nein, dieses Wort will nicht zugrunde richten.
Paulus will uns zur Quelle führen, wo wir zuerst unseren
unersättlichen Hunger nach Liebe stillen können.
Selbst wenn wir gewaltige Aktionen zur Hilfe Notleidender starten würden,
und Jesus hätte unser Herz nicht durch seine Liebe geöffnet, so wäre alles leer.
Und wenn man die wunderbarsten religiösen Erlebnisse hätte oder gar im Martyrium
für Jesus leiden würde, aber seine Liebe uns nie berührt hätte,
so bliebe man doch ein Stück kaltes Eisen.
Nun aber hat uns Jesus seine grenzenlose Liebe zu uns enthüllt.


1. Johannes 3; 18,9 / Hoffnung für Alle

Als Christen möchten wir nicht nur Liebe predigen, sondern auch Liebe leben.
Gott ist die Liebe und diese Liebe wurde uns offenbart in Jesus Christus.
Denn wahres Christentum besteht darin, den Weg unseres Herrn Jesus Christus
zu gehen und seine Zeugen zu sein.
Er allein zeigt uns den Weg zum Vater.
Aus diesem Grund möchten wir unseren Beitrag dazu leisten,
und Christus so kennen lernen, wie er wirklich ist
und wie es uns die Heilige Schrift zuverlässig übermittelt.
Unser innigster Wunsch muss es sein,
unser Verhältnis zu unserm himmlischen Vater zu vertiefen und Antworten 
auf die vielen Fragen des Lebens anhand der Heiligen Schrift zu finden.
Gott ist Liebe und ganz und gar kein Gott der Rache,
so wie ihn viele in fälschlicher Weise darstellen.
Er liebt uns so sehr, dass er für uns das Kostbarste gegeben hat das er hatte,
das Leben seines Sohnes Jesus Christus damit wir von unseren Sünden erlöst werden.
Lernen wir ihn so kennen wie er in Wirklichkeit ist, voll Liebe, Güte und Barmherzigkeit,
ein Vater an den man sich jeder Zeit anlehnen kann und der Humor hat.
Nutzen wir den heutigen Tag zum Start in ein inniges Verhältnis zu unserm Vater
und zu Jesus Christus unserem Freund, Fürsprecher, Wegbereiter und alleinigen Herrn.
Lernen wir so Jesus auf eine für uns vielleicht ganz neue Art und Weise kennen.
Denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben,
ohne den es für uns keine Errettung geben kann.


Verantwortung für die Schöpfung

1. Mose 1; 20-28


Gott hat die Tiere noch vor den Menschen erschaffen,
und die Tiere lebten und vermehrten sich auf der Erde.
Als nun Gott den Menschen Adam erschuf und Eva an seine Seite stellte,
übergab Gott ihnen die Tier und Pflanzenwelt und sprach davon 
das sie über die Tiere herrschen sollen.
Aber hat Gott das mit dem herrschen über die Tiere und Pflanzenwelt ernst gemeint,
oder hat er gesgt das die Menschen die Tierwelt und die Natur bewahren sollen ?
Heute erleben wir das Tiere nicht als göttliche Lebenswesen betrachtet werden
sondern als Sache mit der man verfahren kann wie es beliebt.
Tiere werden sysrematisch gequält, und unter unwürdigsten Umständen gezüchtet
um mit diesen armen Geschöpfen einen schnellen Profit zu machen.
In deutschen Schlachthöfen zum Beispiel spielen sich dramatische Szenen ab,
wo Tiere vor der Schlachtung regelrecht zu Tode gequält werden.
Wale werden auf hoher See gejagt und obwohl der Bestand immer weiter zurückgeht.
Und immer noch gelten Tiere laut Gesetz nur als Sache.
Aber Tiere sind Gottes Geschöpfe und wertvoll in den Augen Gottes.
Sie fühlen, leiden und lieben wie wir Menschen und haben Anspruch würdevoll behandelt zu werden.
Die Tiere sind die Gefährten der Menschen auf der Erde und das sollten wir niemals vergessen,
und immer unserer Verantwortung den Tieren gegenüber bewusst sein.
Wenn wir das nicht tun, so werden wir die Konsequenten dafür tragen müssen.
Das gleiche gilt auch für den Umgang mit der Natur,
an der sich in schlimmster Weise versündigt wird.
In Südamerika wird der Regenwald systematisch durch verantwortungslose Menschen
oder durch Konzerne gerodet und vernichtet.
Dadurch wird nachhaltig vielen Tieren und Pflanzen ihren angestammten Lebesraum
genommen und zerstört.
Die Indianischen Ureinwohner die schon seit tausenden von Jahren dort leben werden vertrieben,
oft zwangsumgesiedelt und sogar ermordet durch angeworbene Söldner.
Im Rest der Welt gilt das gleiche.
Profit wird vor den Tier- und Naturschutz gestellt.
Und immer mehr Anbau und Weideflächen werden durch eine verantwortungslose Überdüngung zerstört.
Was heute geschieht, hat mit dem Willen Gottes nichts mehr zu tun.
Er hat uns die Tiere und die Natur in dei Hand gegeben,
nicht das wir verantwortungslos damit umgehen,
sondern sie in seinem Namen bewahren !


Psalm 51; 9

In unserer Zeit haben Sauberkeit und Hygiene einen großen Stellenwert.
Wir duschen uns regelmäßig, waschen uns die Hände vor dem Essen
und putzen unsere Wohnung mit den besten Reinigungsmitteln.
Wir empfinden es angenehm, wenn wir mit gepflegten Leuten zu tun haben
und uns in Zimmern aufhalten die sauber sind.
Aber etwas können wir mit keinem Reinigungstuch reinigen,
und auch mit keiner Seife abwaschen: Unsere Sünden !
Wieviel Mühe geben wir uns mitunter, um unsere schlechten Worte zurückzunehmen
oder das was wir getan haben ungeschehen zu machen.
Wenn es uns auch gelingt, manches vor den Menschen zu mildern und zu verbessern,
vor Gott bleiben unsere Sünden in ihrer ganzen Hässlichkeit bestehen.
Schon vor 2500 Jahren schrieb Jeremia, der Prophet Gottes:
Und wenn du dich gleich mit Lauge wüschest und nähmst viel Seife dazu,
so gleißt doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der Herr ( Jeremia 2; 22
).
Dennoch gibt es ein Reinigungsmittel für unsere Sünden.
Es ist das Blut Jesu Christi, Gottes Sohn:
So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist,
so haben wir Gemeinschaft untereinander,
und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, 
macht uns rein von aller Sünde (Johannes 1; 7)
.
Das Blut Christi hat die Fähigkeit, Sünden vor den Augen Gottes für immer weg zu nehmen.
Gott erwartet aber von uns, das wir unsern Stolz weglegen und ihm unsere Sünden
in Demut offen bekennen.
Dann kann er uns aufgrund des Erlösungswerks seines Sohnes Jesus Christus vergeben
und uns reinigen.
Wir erfahren, wie das Psalmwort für uns wahr wird:
Entsündige mich mit Isop, das ich rein werde;
wasche mich, daß ich schneeweiß werde (Psalm 51; 9)
.


Matthäus 4; 1-11

Jesus hat nie darüber diskutiert, ob es einen Teufel gibt.
Er hat ihm die Maske vom Gesicht gerissen.
Die einzige Waffe Jesu in diesem Kampf war das Wort das Gott den Menschen gegeben hat, die Bibel.
Es erschreckt uns, das der Teufel über diese uneingeschränkte Macht verfügt.
Stolz zeigte er auf den ganzen Erdball: Alles gehört mir !
Und Jesus hat ihm nicht widersprochen.
Wie sollen wir dann der Herrschaft des Teufels entrinnen können ?
Wohin will man fliehen ?
Es gibt nur eine Stelle auf der Welt, wo der Teufel freiwillig das Feld gräumt hat.
Und zwar als er bei Jesus in der Wüste war, und bei ihm nichts erreicht hatte.
Große Männer des Glaubens haben versucht, gegen hinterhältige Versuchungen anzukämpfen.
Da stand Petrus in der Nacht und heulte hemmungslos.
Ihm dem starken Mann, ist alles zusammengebrochen.
Er hatte versagt in der Stunde der Versuchung, bevor er diese überhaupt erkannte.
Wer von uns möchte sich mit dem kühnen Petrus messen ?
Das Unheimliche ist, das uns alles zur Versuchung werden kann.
Oft sind es nur ganz kleine Dinge.
Viele sind gekommen mit der einfachen Sorge: 
Was werden wir essen ?
Was werden wir trinken ?
Womit können wir uns bekleiden ?
Damit haben sie Gott den Gehorsam aufgekündigt.
Gegen Versuchungen können wir nicht einmal kämpfen.
So schwach sind wir.
Aber Jesus hat für uns gekämpft und gesiegt.
Er streckt uns seine Hand entgegen.
Die hält.
Da müssen wir von dem unheimlichen Abgrund wegschauen, 
damit es uns nicht schwindlig wird, damit wir es ertragen können.
Da können die tausend Stimmen, die täglich auf uns eindringen, kein Gehör mehr finden.
Unser Blick ruht auf Jesus.
Unser Ohr hört sein Wort.
Wir gehen mitten durch alle Versuchungen hindurch.
Nichts kann uns mehr wegziehen: 
Denn wir haben alles, in dir, Herr Jesus Christ !