Die heilige Eucharistie
DIE HEILIGE EUCHARISTIE
Das Sakrament der Eucharistie
Die Nicänische Apostolische Kirche (Autokephale Katholische Kirche von Antiochia) bekennt in und durch ihre Werke und ihren Gottesdienst die tiefe und beständige Ehrfurcht vor dem Christentum und fördert sie mit angemessener Ehrfurcht und Feierlichkeit.
Ihre Lehre zum Sakrament der Eucharistie lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Durch das Opfer opfert der Mensch sich und sein Leben Gott, seinem souveränen Herrn und Schöpfer, dar; durch die Sakramente schenkt Gott sich selbst, er gibt uns Anteil an seinem göttlichen Leben. Im Opfer fließt ein Strom der Verehrung vom Menschen zur ewigen Quelle allen Seins; durch die Sakramente strömt Gnade und Heiligung in Fülle auf die Seelen der Menschen herab. Dieser zweifache Strom von Gott zum Menschen und vom Menschen zu Gott fließt stark und kraftvoll in der Eucharistie, dem Sakrament und Opfer. So wie der Höhepunkt im Leben Jesu Christi auf Erden sein Opfer auf Golgatha für seinen ewigen Vater war, so ist der zentrale Akt des katholischen Gottesdienstes in der Kirche, dem mystischen Leib Christi, die Eucharistie, die Messe, die er zur beständigen Erinnerung und Erneuerung desselben eingesetzt hat. Ebenso, wie Gott uns durch die heilige Menschheit Christi gnädig das göttliche Leben der Gnade geschenkt hat, so das Sakrament der Eucharistie, das diese lebendige und lebendige Menschheit wahrhaftig in sich trägt, den ersten Platz unter den von Christus zur Heiligung eingesetzten Sakramenten ein.
Wahrhaftig, wirklich und substanziell gegenwärtig auf dem Altar unter der Gestalt von Brot und Wein, opfert sich Christus, unser Hohepriester, als das unendliche Opfer seines Vaters durch den Dienst seiner Priester. Dies ist wahrlich ein Opfer zum Wohlgeruch, in dem Christus, Gott und Mensch, seinem Vater unendliche Anbetung darbringt, ein Gebet von grenzenloser Wirksamkeit, Sühne und Genugtuung, die überreichlich für die Sünden der ganzen Menschheit ausreicht, ein Dankgebet in einzigartiger Weise, das Gottes unermesslicher Gnade gegenüber den Menschen entspricht. Und dann, als ob es eine großzügige Antwort auf diese unendlich wohlgefällige Gabe wäre, die der Mensch durch Christus Gott dargebracht hat, folgt Gottes größtes Gabe an den Menschen: das allheilige Opfer, göttlich angenommen und bestätigt, wird den Menschen als himmlische Speise vorgelegt. Durch Christus haben wir uns Gott hingegeben. Durch Christus schenkt uns Gott sein eigenes Leben, damit wir an seiner Göttlichkeit teilhaben. Das Opfer der Eucharistie, dem Menschen in Gestalt von Speise dargebracht, ist das erhabene Sakrament der Eucharistie.
Die Lehre der katholischen Kirche, G. Smith (London, 1956).